ZUVERSICHT

Synopsis

Was hilft, anhand einer Krebserkrankung die Zuversicht nicht zu verlieren? Warum gelingt es Menschen, nach schweren Schicksalsschlägen nicht zu verzweifeln? Wie bewahren Menschen in schwierigen Zeiten, wenn die Regeln der Welt sich radikal ändern und man vielleicht nur noch Gründe zur Hoffnungslosigkeit wahrnehmen kann, ihren Glauben an Lebensmut und Zuversicht?

Im Film ZUVERSICHT erzählen verschiedene Menschen aus dem persönlichen Umfeld des Regisseurs (St. Gallen / Appenzellerland) während des Corona-bedingten 2. Lockdowns, was für sie Zuversicht bedeutet und wie sie in ihrem Leben, auch in aussichtslos scheinenden Momenten, ihren Lebensmut bewahren. Selber durch die Corona-Massnahmen in zwei Filmprojekten blockiert, hat der Ostschweizer Dok-Filmer Thomas Lüchinger im Winter 2020/21 13 Menschen zu ihren Erfahrungen und Erkenntnissen im Umgang mit unerfreulichen, düsteren oder sogar aussichtslos erscheinenden Situationen befragt und dabei erkundet, was für sie Zuversicht bedeutet und wie sie diese in ihrem Alltag nähren. Aus einem alltäglich unscheinbaren Hintergrund heraus ausgewählt, spiegelt sich in der Verschiedenheit der Protagonisten, von jung zu alt, gesund und krank, in die Zukunt blickend, dem eigenen Ende entgegensehend, die Vielfalt menschlicher Gedanken und Gefühle. So vertraut die Schauplätze der Ostschweiz anmuten, die Geschichten, die hier erzählt werden, weisen über das Lokale weit hinaus. Der Mikrokosmos des scheinbar Provinziellen und des Individuellen verweist vom Kleinen auf das Universelle.

Der Film ZUVERSICHT nährt dabei nicht die naive Hoffnung «am Ende wird alles irgendwie wieder gut». In den vielfältigen und berührenden Geschichten geht es vielmehr um jene Art von Zuversicht, die sich keine Illusionen über den Ernst der Lage macht und die die Zusehenden in die Lage versetzt mitzuerleben, wie Menschen aus dem nahen Umfeld der Angst oder der Hoffnungslosigkeit trotzen und daraus jene Spielräume nutzen, die sich dann auftun.

Schneeglöckchen

Wisst ihr, was ich war, wie ich lebte?
Ihr wisst, was Verzweiflung ist;

dann werdet ihr verstehen, was Winter heisst.
Ich rechnete nicht damit zu überleben,

die Erde drückte mich nieder.
Ich rechnete nicht damit, wieder zu erwachen,

in der feuchten Erde zu fühlen,
dass mein Körper wieder zu antworten vermag
und sich nach so langer Zeit daran erinnert,
sich wieder zu öffnen im kalten Licht
des frühesten Frühlings.

Louise Glück

Credits

Kamera, Licht, Ton, Regie   Thomas Lüchinger
Montage   Franziska Schlienger
Musik   Ephrem Lüchinger
Schnittassistenz   Samuel Kellenberger
Audiomischung   EPHMA Production, Manuel Rindlisbacher
Colorgrading   Etienne Ettlinger

ProtagonistInnen
Kathrin Bosshard
Daniel Büche
Thomas Flechtner
Frau ohne Namen
Anton Gunzinger
Verena Kast
Sonia Koller
Daniel Kühne
Miriam Rizvi
Claudia Roemmel
Marco Santi
Luxman Sittampalam
Anita Steiner
Serafin und Liv Zemp
Godi Zesiger
Philipp Langenegger, Gedichte
Patrick Kessler, Bass

Produktion & Release

Produktion   roses for you film, Schweiz, 2021
Koproduktion   Schweizer Fernsehen SRF, Urs Augstburger
Produktionszeit   2020–2021
Originalversion   Schweizerdeutsch
Format   16:9, Farbe, Stereo
Dauer   70 Min.
Genre   Dokumentarfilm
SUISA-Nr.   1015.210
ISAN   0000-0005-DE8D-0000-M-0000-0000-8
Kinostart   Juni 2021 (Deutschschweiz)
Website   www.zuversicht-film.ch